Deutsche Minderheit in Georgien

In der FUEN vertreten seit 2003.

Die ersten deutschen Kolonisten sind in Georgien historisch betrachtet ab 1817 erschienen. Vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wohnten in Georgien bis zu 40.000 Deutsche. Nach der  Verordnung des Staatlichen Verteidigungskomitees der UdSSR vom 08. 10. 1941 wurden  23.580 Deutschstämmige aus Georgien nach  Kasachstan  umgesiedelt. Von der Deportation haben sich nur die Frauen deutscher Abstammung gerettet, die mit Personen anderer Nationalitäten verheiratet waren. Aus der Verbannung sind nur einige zurückgekehrt. Sie haben sich  hauptsächlich in der Stadt Rustawi (neben Tiflis/Tbilissi) angesiedelt, es leben aber auch in den folgenden Ortschaften Angehérige der deutschen Minderheit: Bolnisi (das ehemalige Katharinenfeld), Asureti (das ehemalige Elisabethental), Kutaisi, Batumi, Borzhomi u. a. 

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen in Georgien ist russischsprachig. Die deutsche Sprache als Muttersprache ist nur bei wenigen Deutschen der älteren Generation erhalten geblieben. Um der sprachlichen Assimilation entgegenzuwirken, werden Deutschkurse bei der Assoziation organisiert, welche die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Georgien finanziert.

Die Assoziation der Deutschen Georgiens "Einung" wurde am 15.08.1991 registriert, die letzte Registrierung der Organisation entsprechend des neuen BGB fand am 07.08. 2006 statt. Die Assoziation hat zur Zeit ca. 2.000 Mitglieder, die Mehrheit von ihnen wohnt momentan in der Stadt Tiflis/Tbilissi. Der Verein fördert einen deutschen Kindergarten namens "Veilchen" und ein Jugendtheater.

www.einung.org.ge

Deutsche Internationale Schule Tbilissi
http://www.deutscheschule.ge

Deutsche Botschaft Tiflis
http://www.tiflis.diplo.de

Georgien hat sich beim Beitritt zum Europarat verpflichtet, die Sprachencharta bis zum 27. April 2000 zu ratifizieren (Stellungnahme 209(1999) der Parlamentarischen Versammlung des Europarats zum Beitrittsantrag Georgiens). Dieser Verpflichtung ist Georgien bislang nicht nachgekommen.

Das juristische Problem zur Repatriierung der Deutschen (bzw. deren Nachkommen), die während des Zweiten Weltkrieges verschleppt wurden, ist weiterhin ungelöst. Das Gesetz zur Repatriierung der Turkmescheten würde demnach auch für die Deutschen von Wichtigkeit sein. 1997 verabschiedete man in Georgien ein Gesetz „Über die Anerkennung der Bürger Georgiens als Opfer politischer Repressalien und dem sozialen Schutz der Repressierten”. In der Realität leistet dieses Gesetz allerdings keinen sozialen Schutz. Obwohl Georgien die Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten ratifiziert hat, hat man kein entsprechendes Gesetz über die nationalen Minderheiten Georgiens verabschiedet.

Aktuelles

Jugendausflug in ehemalige deutsche Siedlungen

Am 04. Oktober haben wir uns gefreut, den Jugendausflug in ehemalige deutsche Siedlungen Georgiens Elisabetthal (heute Asureti) und Katharinenfeld (heute Bolnisi) zu machen. Besonders interessant war für alle Teilnehmer, die restaurierte lutherische Kirche in Asureti zu besuchen, die extra für uns vom stellvertretenden Gouverneur von Asureti geöffnet wurde. Die Jugendgruppe hat viel Interessantes über diese Siedlung erfahren und gesehen.

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Webinar "Ehtno-kulturelles Komponent am Deutschunterricht"

Wir bedanken uns bei Frau Natalja Koslova für ein sehr interessantes und inhaltsvolles heutiges Webinar "Ehtno-kulturelles Komponent am Deutschunterricht" (Die Fortbildung der Deutschlehrer der "Einung"für unsere Deutschlehrer im didaktischen und ethnokulturellen Bereich. Wir wünschen auch viel Erfolg Frau Koslova!

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Jugendausflug in ehemalige deutsche Siedlungen

Wir haben uns gefreut, heute am 20. September nach einer Zwangpause wegen Covid-Regelungen in Georgien den Jugendausflug organisieren zu dürfen. Diesmal hat unsere Jugendgruppe ehem. deutsche Siedlung Marienfeld (heute Sartitchala) besichtigt-vor allem die schwäbischen Häuser, in denen heute schon die Einheimischen wohnen und den alten deutschen Friedhof, sowohl noch viel Neues über das Leben der Deutschen Einwanderer in dieser Siedlung erfahren

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Offizieller Termin mit dem Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden des Parlaments Georgiens

Heute, am 07. August 2020 hatte ich neben meinen Kollegen aus anderen nationalen Minderheiten Georgiens den halb ofiziellen Termin mit dem Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden des Parlaments Georgiens Herrn Gia Wolski. Wir haben solche Fragen besprochen, wie die Beziehungen zwischen der Regierung und nationalen Minderheiten, die Sprachpolitik für nationale Minderheiten, die allgemeine Situation in Georgien inkl. Covid und natürlich politische Situation in Georgien vor der Parlamentswahl im Oktober 2020. Wir sind alle für die Möglichkeit dankbar, verschiedene Themen in warmer Athmosphäre besprechen und diskutieren zu dürfen .

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Offizielle Dokumente

Dr. Harry Augst

Dr. Harry Augst

Vorsitzender

Assoziation der Deutschen Georgiens "Einung"
Galaktion Tabidse Str. 3/5
GE-0105 Tbilisi
Georgien

+995- 32- 230 97 38
einung@caucasus.net

Assoziation der Deutschen Georgiens

Assoziation der Deutschen Georgiens "Einung"

Die Assoziation der Deutschen Georgiens "Einung" wurde am 15.08.1991 registriert, die letzte Registrierung der Organisation entsprechend des neuen BGB fand am 07.08. 2006 statt. Die Assoziation hat zur Zeit ca. 2.000 Mitglieder, die Mehrheit von ihnen wohnt momentan in der Stadt Tiflis/Tbilissi. Der Verein fördert einen deutschen Kindergarten namens "Veilchen" und ein Jugendtheater.