Deutsch in Nordschleswig: Keine Fortschritte bei der Sprachencharta

Mehr als fünfeinhalb Jahre nach der Aufforderung des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), neue Verpflichtungen im Rahmen der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen für die deutsche Sprache in Nordschleswig einzugehen, gibt es vonseiten der dänischen Regierung noch immer keine konkreten Pläne. Kulturminister Jakob Engel-Schmidt teilte mit, dass derzeit keine weiteren Schritte vorgesehen seien. Dies berichtet die Onlinezeitung Der Nordschleswiger.

Der BDN hatte bereits 2019 konkrete Vorschläge eingebracht, wie Deutsch etwa in Bildung, Verwaltung und Justiz weiter gestärkt werden könnte – pragmatisch und ohne großen finanziellen Aufwand. Auch im Deutsch-Dänischen Aktionsplan von 2022 wird die Sprachencharta erwähnt. Doch laut Harro Hallmann, Leiter des BDN-Sekretariats in Kopenhagen, blieb es seither bei Ankündigungen. Er kritisiert das Zögern der Regierung deutlich und verweist auf die Symbolkraft, die ein klares Bekenntnis zur Sprachencharta gerade in Zeiten zunehmenden Drucks auf Minderheitenrechte hätte.

Dänemark hat derzeit lediglich 37 der möglichen Verpflichtungen aus der Charta übernommen und bildet damit das Schlusslicht unter den Vertragsstaaten.

Den vollständigen Artikel des Nordschleswigers lesen Sie hier: Nach über 5 Jahren Wartezeit – Kulturminister schiebt Sprachencharta erneut auf die lange Bank