- Seminar: Digitalisierung des Kulturhistorischen Erbes der Russlanddeutschen

Das Seminar, organisiert vom IVDK, BiZ fand zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth statt und rund 80 Teilnehmer aus ganz Russland und Deutschland kamen dafür in Bayreuth zusammen und widmeten sich der Frage: Was wird nach uns übrigbleiben?

 

Wie können wir das kulturhistorische Erbe der Russlanddeutschen nicht nur bewahren, sondern es auch Millionen von Forschern mit Hilfe moderner Technologien zugänglich machen? Diese Frage stellten sich junge Wissenschaftler aus Russland und Deutschland auf dem kulturhistorischen Seminar vom 7. bis 11. Oktober 2018 in Bayreuth. Das Projekt, das vom Internationalen Verband der deutschen Kultur (IVDK) und dem Institut für ethnokulturelle Bildung (BiZ) organisiert wurde, fand in diesem Jahr zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth statt, wo auch das Seminar organisiert wurde.

Renata Trischler, Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in der FUEN, die ebenfalls am Seminar teilnahm, stellte fest, dass die Digitalisierung des kulturhistorischen Erbes eine wichtige Rolle für deutsche Minderheiten in Europa spielt.

Eine der Schlussfolgerungen der Seminarteilnehmer während des Projekts war, dass der Begriff „Digitalisierung“ nicht nur die Digitalisierung von Dokumenten, Fotografien oder Museumsausstellungen umfasst, welche von Spezialisten, Historikern und Kulturwissenschaftlern genutzt werden, sondern sie auch als Instrumentarium zur Aufrechterhaltung der Zusammenarbeit und zur Organisation gemeinsamer Projekte dient. Zum Beispiel dienten digitalisierte Ressourcen als gemeinsame Informationsquelle für die Erforschung der Dialekte russischer Deutscher in Bayreuth. Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist das Online-Museum der Russlanddeutschen, das von einer Gruppe von Ethnographen aus verschiedenen Regionen des Landes betrieben wird.

Teil des Seminars war auch die Eröffnung einer Ausstellung anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Wolga-Deutschen Autonomie mi dem Titel: „Das Deutsche Wolgagebiet. Eine unvollendete Fotogeschichte“.  Die Ausstellung wurde von Hartmut Koschyk, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten sowie von der Vize-Vorsitzenden des Internationalen Verband der deutschen Kultur aus Russland, Olga Martens, eröffnet.

>>> Ein Bericht von Margarita Bauer, ifa-Hospitantin der AGDM

Seminar: Digitalisierung des Kulturhistorischen Erbes der Russlanddeutschen