Slowenien

Deutsche Minderheit in Slowenien

DEUTSCHE MINDERHEIT IN SLOWENIEN

In der FUEN vertreten seit 1993.

Die deutschsprachige Gemeinschaft in Slowenien stammt vor allem aus den heutigen Gebieten Österreichs und Norditaliens (Südtirol). Die deutschen Altsiedler in der heute slowenischen Region Oberkrain stammen aus dem Gebiet der österreichischen Bundesländer Salzburg und Tirol. Die Sloweniendeutschen lebten in den Städten und teilweise auf dem Land, wie die Gottscheer, Zarzer und Abstaller, zumeist als Minderheit. In einigen Städten wie Marburg/ Maribor, Cilli/ Celje, Pettau/ Ptuj oder Gottschee/ Kočevje bildeten die Deutschen aber eine Mehrheitsbevölkerung und waren deswegen auch die wichtigsten Träger der städtischen Kultur.

Nach dem Ende der Habsburger-Monarchie 1918 fielen die Regionen Krain und Untersteiermark an das Königreich Jugoslawien und bildeten dort den slowenischen Landesteil. Obwohl Jugoslawien nach dem Ersten Weltkrieg die internationalen Verträge zum Schutz von nationalen Minderheiten unterzeichnet hatte, wurden die in Slowenien lebenden Deutschen diskriminiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten in Jugoslawien lebenden Deutschen vertrieben. Die im Land verbliebenen Deutschen wurden in Lagern interniert, zur Zwangsarbeit deportiert, ihre Sprache verboten und ihr Status als Minderheit nicht anerkannt.

Aufgrund der diskriminierenden Behandlung der deutschsprachigen Gemeinschaft nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere des Verbots der Verwendung der deutschen Sprache, wurde diese als Muttersprache nicht mehr an die nachfolgenden Generationen vermittelt. Heute können junge Angehörige der deutschsprachigen Gemeinschaft die deutsche Sprache nur noch von den Großeltern oder in der Schule als „Fremdsprache“ erlernen. Seit 1991 hat sich das Bekenntnis zur deutschsprachigen Gemeinschaft sichtlich erhöht. Immer mehr Menschen sind in deren Vereinen tätig, insbesondere Jugendliche. Die deutschsprachige Gemeinschaft ist in Slowenien nicht als autochthone Volksgruppe anerkannt. Die kulturelle Tätigkeit der Vereine wird vom Staat aufgrund eines Kulturabkommens zwischen Österreich und Slowenien finanziell gefördert.

Die deutschen Kulturvereine setzen sich gemeinsam für die Anerkennung der Deutschen als autochthone Volksgruppe in der slowenischen Verfassung ein. Die Vereine organisieren in ihren Vereinsräumlichkeiten kostenlose Deutschkurse für immer mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Kulturell, historisch und politisch ist die deutschsprachige Gemeinschaft in Slowenien insbesondere mit Österreich und Südtirol verbunden. Schon vor der Unabhängigkeitserklärung Sloweniens 1991 konstituierten sich die ersten deutschen Kulturvereine im Land. 2005 wurde von zunächst zwei Vereinen der Dachverband der deutschsprachigen Kulturvereine in Slowenien gegründet, dem inzwischen alle Vereine der autochthonen deutschen Volksgruppe beigetreten sind. Der Vorsitz im Dachverband wechselt jährlich.


Laibacher Zeitung

Seit 2017 gibt der Kulturverein deutschsprachiger Jugend ehrenamtlich die Laibacher Zeitung (LBZ) heraus. Der Schwerpunkt der kommenden Ausgaben im Jahr 2018 liegt auf dem hundertjährigen Jubiläum vom Ende des Ersten Weltkriegs und der Auflösung der historischen Laibacher Zeitung. 

Geschichte der Zeitung: Die Laibacher Zeitung war die erste Zeitung in der Stadt Laibach. Ihre Ersterscheinung geht ins Jahr 1778 zurück. Der Zeitungsinhaber war Ignaz von Kleinmayr aus Klagenfurt. Er wurde mit Thekla von Lieber verheiratet, einer Laibacherin deutscher Herkunft. Am Anfang erschien die Zeitung zweimal oder dreimal pro Woche. Im Jahre 1850 wurde sie zur Tageszeitung. Zu seiner Zeit war die Laibacher Zeitung eine der einflussreichsten deutschen Zeitungen im slowenischsprachigen Raum. Die Zeitung erschien das letzte Mal mit dem Zerfall der Habsburger Monarchie im Jahre 1918.


Deutsche Botschaft Laibach
http://www.laibach.diplo.de/Vertretung/laibach/de/Startseite.html

Goethe Institut Slowenien
https://www.goethe.de/ins/si/de/index.html 


Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)
https://www.daad.de/de/ 

Fachberater für Deutsch
http://www.laibach.diplo.de/Vertretung/laibach/de/06/Weshalb__Deutsch__lernen/Fachberater_20f_C3_BCr_20Deutsch__Seite.html 

Deutsche Bibliothek Ljubljana
http://www.ctk.uni-lj.si/storitve/nemska-citalnica.html 

Deutsche Gemeinde in Slowenien
http://www.laibach.diplo.de/Vertretung/laibach/de/06/Deutsche__Gemeinde/Deutsche__Gemeinde__Seite.html 


Der Kulturverein deutschsprachiger Frauen „Brücken“ Marbur
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www.drustvo-mostovi.si 

Aktuelles

Maša Gala stellt in Residenz der Botschafterin aus

Kunstwerke der slowenischen Künstlerin Maša Gala werden zurzeit in der Residenz der Deutschen Botschafterin ausgestellt. Maša Gala studierte an der Akademie für Kunst und Design in Ljubljana sowie an der Akademie für Kunst, Architektur und Design in Prag. Neben ihrer Einzeltätigkeit ist sie seit 2010 Mitglied der Künstlergruppe 3kolektiv. Seit 2005 stellt Maša Gala ihre Werke in Slowenien und im Ausland (Niederlande, Italien, Schweiz, Bulgarien und Tschechien) aus und wurde 2010 für ihre Arbeit mit dem Nationalen Prešeren-Studentenpreis für Malerei ausgezeichnet.

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Internationaler Tag an Britischer Schule

Am Mittwoch, den 11. März 2015 fand an der Britischen Internationalen Schule ein Internationaler Tag statt. In diesem Jahr war neben Irland, Holland, Frankreich, Finnland, Slowenien, Japan, USA, Serbien, China, Rumänien, Indien, Türkei und Russland auch Deutschland mit einem Stand vertreten. Dank Frau Gundula Pabst von Ohain, die die Initiative ergriffen hat, einen Stand auf die Beine zu stellen, und dem Einsatz von Frau Julia Zimmermann, Frau Brigitte Tenzer und Frau Aleksandra Zeddies hatten wir einen repräsentativen Stand und haben unser Land von vielen Seiten gezeigt.

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Energiewendedialog in Berlin am 26. und 27. März 2015

Die Bundesregierung möchte einen internationalen Dialog zu den aktuellen Energie-Herausforderungen anstoßen und lädt daher zum „Berlin Energy Transition Dialogue – towards a global Energiewende“ am 26. und 27. März nach Berlin ins Auswärtige Amt ein. Gemeinsam mit Energiepolitikern, Industrievertretern und gesellschaftlichen Akteuren aus der ganzen Welt möchte die Konferenz Wege zu einer internationalen Energiewende entwickeln. Lesen Sie mehr und melden Sie sich an:

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Botschafterin besucht Schulzentrum Nova Gorica

Zusammen mit der Geschäftsführerin der deutsch-slowenischen Industrie- und Handelskammer Gertrud Rantzen besuchte Botschafterin Dr. Anna Prinz am 11. Februar 2015 das Schulzentrum Nova Gorica (SCNG), das zu den modernsten Ausbildungsstätten in Slowenien gehört und ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Bildungswesen und Wirtschaft ist.  Auch Bundespräsident Joachim Gauck, der das SCNG während seiner Slowenien-Reise im  November 2014 besucht hatte, war von der Einrichtung und dem großen Engagement von Lehrern und Schülern begeistert.

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Offizielle Dokumente

20-Punkte-Plan zur Anwendung der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen auf die deutsche und serbische Sprache in Slowenien

20-Punkte-Plan_f.d.Volksgr..pdf

Plan v 20. točkah za izvajanje Evropske listine o regionalnih in manjšinskih jezikih za nemški in srbski jezik

20-tock-zahteva.pdf

Christian Lautischer

Vorsitzender

Prešernova cesta 2
SI-2000 Maribor / Marburg an der Drau
Slowenien

00386/40 720 100
christian.lautischer@gmail.com
Christian Lautischer

Verband der deutschsprachigen Kulturvereine in Slowenien

Der Verband der Kulturvereine der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien ist ein Verband von ethnisch deutschen Kulturvereinen, in dem sich Bürger der Republik Slowenien als loyale Staatsbürger aktiv um die Erhaltung der Sprache und Kultur ihrer eigenen traditionellen autochthonen deutschsprachigen Gemeinschaften in der Republik Slowenien, und zwar sowohl auf der Ebene von Mundarten und der Volkskultur als auch auf der Ebene der gebildeten Kommunikation bemühen und in aktiver Koexistenz mit dem Mehrheitsvolk ihren Teil zum Kulturreichtum und der Vielfalt ihres Heimatlandes Slowenien beitragen, aber auch zur Stärkung des europäischen Geistes und von europäischen Verbindungen, insbesondere mit Staaten und autonomen Ländern mit der deutschen Sprache als Amtssprache. Der Verband ist eine freiwillige Vereinigung, mit der die Mitglieder ihre Zugehörigkeit zur deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien und die Gegenseitigkeit in der Bekundung ihrer Volks- und Kulturzugehörigkeit bezeugen, die deutschsprachige Volksgruppe nach außen repräsentieren, aber auch miteinander Erfahrungen und Materialien austauschen, sich gegenseitig unterstützen, beraten, einander moralisch unterstützen und nach Bedarf gemeinsam verschiedene Kulturveranstaltungen und Sprachausbildungen organisieren oder daran teilnehmen.

Die Zahl der Angehörigen der deutschen Minderheit in Slowenien liegt nach Schätzungen aktuell zwischen 2.000 und 5.000.

Verband der deutschsprachigen Kulturvereine in Slowenien