Tadschikistan

Deutsche Minderheit in Tadschikistan

Kein Mitglied der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV)

Die Massenübersiedlung der deutschen Kolonisten ins Russische Imperium ist in den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts nach den Manifesten von Katharina der Großen, die den ausländischen Bauern besondere Privilegien angeboten haben, begonnen.  Die ersten deutschen Kolonien in Turkestan wurden Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Im Аulieatinkreis und Taschkentkreis, sowie in Samarkand wurden die Lutheraner und Mennoniten angesiedelt, weil sie dort bessere Möglichkeiten für ihre religiöse und soziale Entwicklung sahen.

In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts sind in Nordtadschikistan die neuen deutschen Dörfer entstanden. Die Zahl der deutschen Bevölkerung Mittelasiens hat während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit infolge der Deportationen der Deutschen aus dem europäischen Teil der UdSSR in diese Region stark zugenommen. Die früher existierenden deutschen Siedlungen im Norden Tadschikistans wurden so wesentlich erweitert und seit der Mitte der 1950er Jahre, als die Deutschen in der Sowjetunion teilweise rehabilitiert waren, hat man in Tadschikistan, insbesondere in der Nähe Chudzand einen großen Bau begonnen, wo mehrere Aussiedler gearbeitet haben. Seit 10-15 Jahren ist eine starke Abwanderungstendenz der Deutschen aus Tadschikistan zu beobachten, die wegen der Wirtschaftskrise und des Bürgerkriegs begonnen hatte.

Bei der Volkszählung des Jahres 1989 (es gibt keine späteren offiziellen Angaben) bekannten sich  32.671 tadschikische Staatsbürger zur deutschen Nationalität und 19.459 von denen haben die deutsche Sprache (d.h. eine deutsche Varietät) als ihre Erstsprache genannt. Nichtsdestotrotz ist infolge der erwähnten Aussiedlung und Abwanderung die sprachliche Assimilation vorangeschritten. Diese Tendenz zur Russifizierung  wird durch den Mangel an deutschsprachigen Massenmedien und durch das Fehlen eines funktionierenden deutschen Minderheitenunterrichts unterstützt.

Es gibt zur Zeit keine landesweit agierende Vereinigung der deutschen Minderheit.

Deutsch-Tadschikische Gesellschaft e.V. in Berlin
www.detage.de

Deutsche Botschaft Duschanbe
http://www.duschanbe.diplo.de/Vertretung/duschanbe/de/Startseite.html

Aktuelles

Kleinstprojekte der Deutschen Botschaft in Tadschikistan

Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Duschanbe unterstützt jedes Jahr Kleinstprojekte in den Bereichen Bildung, Infrastruktur, Einkommens- und Ernährungsverbesserung, Hygiene und Umweltschutz. Bewerbungsschluss 31. März 2016.

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Reiselogbuch zum Projekt „Grenzen“

Grenzen, Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen - ob ästhetische, soziale, sprachliche, geografische, in Wissenschaft und Technik, solche zwischen den Geschlechtern etc. - stehen im Mittelpunkt eines neuen Kunstprojekts des Goethe-Instituts. Auf Einladung des Goethe-Instituts erkunden Inke Arns, Direktorin und Kuratorin des Hartware MedienKunstVerein in Dortmund, sowie der in Berlin lebende Kurator und Kritiker Thibaut de Ruyter die lokalen Kunstszenen an den Stand- und Kontaktorten der Goethe-Institute in Russland, Belarus, der Ukraine, Georgien, Kasachstan und Usbekistan. 

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Weihnachtsmarkt 2015

Der diesjährige Weihanchtsmarkt findet am Sonnabend, d. 28.11 von 13.-17.00 Uhr statt.

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CrossCulture Praktika 2016/17

Mit seinem Förderprogramm CrossCulture Praktika setzt sich das ifa "Institut für Auslandsbeziehungen“ als Partner des Auswärtigen Amts für den interkulturellen Dialog und die Stärkung der Netzwerke zwischen Deutschland und islamisch geprägten Ländern ein.

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