- Deutsche Minderheit in Slowenien fördert eine verfassungsmäßige Annerkennung

Am 20. März 2018 wurden im Vorfeld des offiziellen Besuches der neuen österreichischen Außenministerin Karin Kneissl für die deutsche Minderheit in Slowenien wichtige Gespräche geführt. Das Anliegen einer verfassungsmäßigen Anerkennung der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien stand im Vordergrund der bilateralen Gespräche mit dem slowenischen Außenminister Erjavec.


In der Resolution des Verbandes der Kulturvereine deutschsprachiger Volksgruppe in Slowenien die von allen Verbänden der deutschen Minderheit in Slowenien unterschrieben wurde, steht unter anderem:

"Nach wie vor verfassungsrechtlich als autochthone sprachliche Minderheit nicht anerkannt, werden uns von Slowenien unter Missachtung der Empfehlungen des Europarates, grundlegende, zum Überleben einer sprachlichen Minderheit notwendige Einrichtungen, wie Unterricht in Deutsch, angemessene Verankerung der Minderheitensprache in Hörfunk und Fernsehen und die Zuerkennung von ausreichenden Finanzmitteln vorenthalten. Ohne Nothilfe von zivilgesellschaftlicher Seite wäre schon bisher das Überleben als Volksgruppe nicht möglich gewesen.

In dieser verzweifelten Lage appellieren wir als legitime Vertreter der deutschsprachigen Minderheit an die Regierung der Republik Slowenien, die Deutschsprachigen in Slowenien endlich als Volksgruppe verfassungsrechtlich anzuerkennen und unseren Kulturvereinen eine zur langfristig gesicherten natürlichen Entwicklung notwendige Finanzierung zuzuerkennen.

Wir seit Jahrhunderten in Slowenien siedelnden Angehörigen der deutschsprachigen Volksgruppe fordern als treue slowenische Staatsbürger von Slowenien anerkannt, respektiert und gefördert zu werden.


Wir wollen als eigenständige Volksgruppe in kultureller Verbundenheit mit dem slowenischen Staatsvolk eine dauerhafte Friedensbrücke zwischen Slowenien und Österreich bilden."

Deutsche Minderheit in Slowenien fördert eine verfassungsmäßige Annerkennung